Artikel 2: LVF - Diabetes Prävention Family Camp im Juni 2002
Vom 11. bis 13. Juni 2002 fand im Little Warrior Tipi Camp am American Horse Creek, Kyle, Pine Ridge Indian Reservation das erste Diabetes Präventions Familien Camp statt, als Kooperationsveranstaltung des deutschen Hilfswerks Lakota Village Fund e.V. und der Reservationsklinik in Porcupine. Durchgeführt wurden verschiedener Therapie- und Gesundheitspflegeprogramme als Gegenmaßnahme zur erschreckenden Diabetesepidemie bei den Lakota Indianern.

Innerhalb einer lockeren und familiären Atmosphäre wurden diabeteskranken und diabetesgefährdeten Kindern in Zusammenarbeit mit den Eltern sinnvolles Gesundheitstraining vermittelt.



Ziel ist es eine Veränderung der bisherigen ungesunden und risikoreichen Lebensweise zu erwirken, teilweise durch Rückführung zu traditionellen Vorgaben.

Neben sportlichen Aktivitäten, Wildfplanzen-Exkursionen auf den Spuren traditioneller Ernährung, Kochkurse, und Zusammenkünfte mit >>Lakota Elders<<, wurden auch Lehrbeispiele zur Förderung einer individuellen Gesundheitspflege weitervermittelt.



Für Ernährung und Vollverpflegung war Christina Voormann ( LVF) verantwortlich. Ihr zur Seite standen unermüdlich Judy Grosch, sowie Gabriele Usemann ( LVF), zeitweise Klaus Grosch (LVF) ,Willy Regensberger, Nancy Iversen und Corrine Lawrence.


Gekocht wurde mit vorwiegend frischen Nahrungsmitteln, ergänzt mit Wildgemüse und Wildkräutern welche vorab zu diesem Zweck gesammelt wurden. Als Getränke wurden u.a. auch traditonelle Tees aus frisch gepflückter wilder Pfefferminze, wilder Bergamotte und der Rinde von Slippery Elm angeboten.


Zur Verwendung kamen blutzuckersenkende Gewürze wie Bockshornklee und Gelbwurz. Mit eingebunden wurden Commodity Nahrungsmittel, um zu zeigen welche Möglichkeiten bestehen, die von der Regierung ausgebenen Lebensmittel nicht schmackhafter sondern vor allen Dingen gesünder zuzubereiten.

Den Teilnehmern wurde von Christina Voormann Verwendbarkeit der vor Ort wachsenden Wildpflanzen erläutert, was ebenfalls zur Wiederbelebung einer traditioneller Lebensweise führen könnte. Das Wissen um Wildgemüse, Kräuter und Beeren und deren Einsatz in die tägliche Ernährung ist eine billige, allerdings zeitaufwendige Möglichkeit Diabetes und anderen Krankheiten entgegen zu wirken.

Zum Abschluß des Familien Camps wurden schriftliche Befragungen von seiten der Klinikverwaltung durchgeführt. Die Auswertung zeigte eine positive Resonanz und beinhaltete eindeutig den Wunsch nach Wiederholung derartiger Veranstaltungen.

Projektleitung: Richard Iron Cloud ( Verwalt.direkt. Porcupine Clinic)
Christina Voormann ( LVF)

ärztliche Betreuung: Dr. Mark Butterbrodt und Dr. Nancy Iverson

Fitness Trainer: Lisa High Wolf, Steve Red Owl

Outreach Workers: Sharon Running Hawk, Darlene Elk, Destiny Graham, Mona Black Elk, Roberta Featherman

Ernährungsberatung: Amy Harville (Indian Health Service)
Kibbe McGaa ( Medicin Wheel Food Way)

Psychologen: Darlene Wilcox, Arlana Bettlyoun

Kräuterwanderung: Richard Sherman ( Wild Life Biologist)

Lakota Elder: Joe American Horse

Staff: Corrine Lawrence, Violet Good Crow, Judy Grosch, Gabriele Usemann


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