Lakota Village Fund e.V. Tätigkeitsbericht 2004 © C. Voormann

Inhaltsangabe:
  • Meeting und Kooperation Village Earth/ Fort Collins
  • Diabetes Prevention Campaign: Woyute en Zanipi/Food for Wellness
  • Anbau von Sonnenblumen und Topinambur
  • Kräuterexkursionen in den Badlands und Wild Horse Sanctuary
  • Begleitende Medienpräsenz im Reservat
  • Native American Productline
  • Kooperation Pine Ridge/Hochschule Anhalt/University of SD
  • Hundeentsorgung in den Badlands
  • Aktionen in Deutschland


Meeting und Kooperation Village Earth/Fort Collins, Colorado

Bedingt durch die Zusammenarbeit mit der Organisationt Trees, Water & People aus Fort Collins (Anbau von Sonnenkollektoren im Reservat, Herbst 2003) entstand auch der Kontakt zu Village Earth in Fort Collins. Dieser Verein unterstützt u.a. die Red Cloud Familie, vor allen Dingen Henrys lange geplantes Büffelprojekt, welches anfangs von LVF unterstützt wurde und über die letzten Jahre von AGIM und ganz besonders von Conny Bauer betreut wurde. Letztgenannte hat wesentlich am Gelingen dieses Vorhaben beitragen. So war es auch für sie wichtig und erfreulich, dass vorab ein von LVF initiertesTreffen mit dem Gründer und Präsident von Village Earth in Fort Collins stattfand, bevor es in das Reservat weiterging. Er war besonders angetan von Forschungsergebnissen unserer jahrelangen Kräuterexkursionen und darausresultierenden Produkten angetan und sah darin große Hoffnung für die Schaffung von Arbeitsplätzen und gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität, vor allen Dingen im Diabetesbereich.


Woyute en Zanipi -Food for Wellness

"Did your Mother cook with special spices?" "Yes, she always cooked with a lot of Spirituality!" (Emmery Clifford Arapho, Lakota, 2001)

Seit September 2001 arbeite ich nun mit dem Lakota Richard Sherman zusammen. Mehrmals habe ich in meinen Berichten von ihm und unseren gemeinsamen Kräuterexkursionen erzählt. Viele Stunden haben wir darüber diskutiert, wie und in welcher Form wir unsere Ergebnisse an die Bevölkerung weitergeben sollten, durften, mussten.

Es war Joe American Horse der seit Jahren versuchte mich zu bewegen, die Ergebnisse meiner Pflanzenrecherchen an die Öffentlichkeit zu geben. Ich habe immer gezögert, wusste, der Zeitpunkt war noch nicht reif.Es gibt wohl kaum ein Reservat, in dem man gegenüber weissen Unterstützern derart skeptisch ist als in Pine Ridge. Es gibt wohl kaum ein Reservat in dem sich die indianischen Brüder und Schwestern derart spinnefeind sind wie in Pine Ridge.

Auch wenn es sich bei meiner Forschungsarbeit um Pflanzen handelt, die ein Großteil der Reservatsbewohner weder kennt noch beachtet, die regelmäßig von Roadgradern platt gewalzt und als störend empfunden werden. Ich wusste genau, dass ich sensibel mit dem Thema umgehen muss. Die Weissen haben uns unser Land geraubt, jetzt stehlen sie auch noch unser Unkraut! Dass man mit diesem Unkraut nicht nur das Essverhalten wesentlich verbessern kann in Form von schmackhafter und gesunder Ernährung, muss den Lakote schonend beigebracht werden.

Nachdem ich mich lange Zeit geweigert habe über KILI Radio darüber zu sprechen, konnte mich Joe American Horse mich im Januar 2004 überzeugen: Christina, die Leute sterben hier wie die Fliegen weg. Diabetes liegt wie ein Fluch über mein Volk. Wir müssen unsere eigenen Kräuter und Pflanzen wieder kennenlernen und sie in unsere tägliche Ernährung einarbeiten. Du MUSST uns erzählen, wass Du herausgefunden hast. Das war kein Vorschlag, keine Bitte, sondern der Befehl von Uncle Joe an seine (adoptierte) Nichte Christina. Bestätigt und unterstützt wurde Joe American Horse Bestreben von dem indianischen

Biologen Richard Sherman, meinem Führer und Mitstreiter in der Prärie. Mehrmals erwähnte er bei den gemeinsamen Telefonaten die extrem hohe Todesrate unter den Lakota innerhalb der letzten Monate, meist bedingt durch Diabetes. Alleine in meiner Adoptiv-Familie starben 2004 innerhalb von 3 Monaten: Salomon Red Bear (Spirituel Leader und Präsident der Native American Church in Pine Ridge), Emmet American Horse, Michael American Horse. Und so machte ich mich auf den Weg, zusammen mit den beiden Heinzelfrauchen Antje Babendererde und Conny Bauer.

Joe war verantwortlich für Konzept und Gesamtorganisation der Woyute en Zanipi Tour, zu deutsch Ernährung für die Gesundheit. Es war auch seine Idee, die Veranstaltungen in allen neun CAP Office Zentren (Community Activity Programms) durchzuführen. Dabei handelt es sich um Gemeindezentren, welche in jedem Distrikt vorzufinden sind. Neben Informationsveranstaltungen zu wichtigen Themen wie Diabetesuntersuchungen, Verhinderung von Gewalt an Frauen und Kindern, finden dort auch die Speisung der Ältesten und die Verteilung von Bekleidung, Lebensmittel und Gartenpflanzen oder Saatgut statt. Emmett American Horse, der Leiter des CAP Office in Kyle druckte kleine Poster mit allen Veranstaltungsterminen. (Anmerkung: Emmet starb November 2004)

Tradtionelle Tees aus wilder Pfefferminz,Wild Bergamotte mit Wildhagebutten wurden gereicht aus frisch gepflückten Pflanzen, oder getrocknet von Sammlungen des Vorjahres. Während die Teilnehmer vor sich hinschmatzten, konnte ich die Katze aus dem Sack lassen und ihnen vorführen, was bereits vor 150 Jahren in einem Lakota Suppentopf vorzufinden war. Neben Beuteln mit selbst gemischtem Kräutersalz verteilten wir verschiedene Postkarten mit Motiven von selbst gepflückten Wildpflanzen und verschiedenen Kochrezepten.Immer mehr Lakota entpuppten sich als Prärie Gourmets.

In Kyle trafen wir auch auf Cecila Fire Thunder und einer Gruppe von Frauen, die Informationsgespräche zum Thema Gewalt und Missbrauch gegen Frauen führten. Cecilia zeigte sich nach anfänglicher Distanz sehr interessiert an unserer Arbeit (nach dem erste n Teller Suppe!) und gab Telefonnummer und Emailadresse. Sie wollte mit uns einen Frauenpflücktag organisieren mit anschließendem Kochunterricht. Von den insgesamt neun geplanten Veranstaltungen konnten letztendlich nur sechs wahrgenommen werden in Manderson, Kyle, Porcupine, Wanbli, Martin und Allen, da zusätzlich das Thema in Tiospayes hineingetragen wurde.

So auch bei den Red Clouds, bedingt durch die Zusammenarbeit mit Henry, der ja eines der Topinambur Felder betreute. Die Pflanzen sehen wunderschön aus. Wir wissen nur nicht ,was wir damit machen sollen. Christine Red Clouds Wink mit dem Zaunpfahl wurde bestens verstanden, und so gab es für ca. 25 Personen eine ganz spezielle Kochdemonstration. Topinamburknollen, Kartoffeln, Wildgemüse und Elchfleisch.

Es schmeckte wirklich köstlich. Was wir nicht wussten, dass dies so eine Art Kochtest wohl war, denn wenige Tage später wurde von Christine Red Cloud an mich die Bitte herangetragen wurde, anläßlich der bevorstehenden Red Cloud Büffelzeremonie eine Back to the Roots- Suppe auch dort für die Red Cloud Tiospay und den geladenen Gästen zu zaubern. Es waren nur 150 Personen.

Wer einmal einer großen Lakotazeremonie beiwohnen durfte weiß, wie viel Gemüse geschält und wieviel Büffelfleisch zerschnibbelt werden musste.Doch eine offizielle Bitte ist ein Muss und wenn man es sich nicht verscherzen will, hat man sich dem Kochmarathon stellen. Das taten wir, und zwar bei 35° im Schatten! Auch wenn zwischen den Kochworkshops immer Pausen waren, so schlauchten die Einzelveranstaltungen doch ganz schön. Angefangen von den großen Entfernungen, die immer zurückzulegen waren (wer Pine Ridge kennt, weiss, dass man allein zum Zigarettenholen mindestens 2 Stunden unterwegs ist). Dann immer das Vorbereiten und Kochen selbst und vor allen Dingen.... das Erklären! Es kostete viel Energie.

Einmal waren Antje und ich so fertig, dass wir uns kopfüber in ein en Powow Trubel stürzten. Nach all den vielen, gesunden Mahlzeiten stürmte ich doch tatsächlich die nächstbeste Hotdogbude, um mir eine Cola samt wässrigen Schlappwürstchen in Mehlpampenbrötchen zu genehmigen. Es muss ein Anfall von purem Masochismus gewesen sein.

Mir war am nächsten Tag noch schlecht. Allerdings stand ausgerechnet an dieser Junkfoodtheke Pinky Clifford (Pinky ist Inhaberin des gleichnamigen kleinen Supermarkts in Manderson und somit die einzige indianische Eigentümerin innerhalb des Reservats einer derartigen Einrichtung). Also wir stießen dort auf Pinky und sage und schreibe 14 (!) Frauen aus Afganistan. Es handelte sich um eine Delegation bestehend aus Wissenschafterlinnen einer landwirtschaftl. Fakultät.

Sie suchten Kontakte und Abnahmemögichkeiten ihrer einheimischen Produkte. Ich weiss eigentlich bis heute nicht genau, was diese Frauen ausgerechnet auf dem Veteranen Powow im Pine Ridge zu suchen hatten.Wir tauschten Adressen aus, um evt. zukünftig zu kooperien.

Eine Woche später hatten wir das Vergnügen am jährlichen College Graduation Powow in Kyle als Gäste anwesend sein zu dürfen. Hier zeigte sich ganz deutlich der Unterschied zwischen kommerziellen Veranstaltungen und den kleineren, aber doch echten Powows, wie sie ausschließlich nur für indianische Familien gedacht sind. Die Musik war besser, die Laune fröhlicher, die Menschen aufgeschlossener und offener. Die Atmosphäre, wenn Indianer so unter sich sind hat etwas Wunderbares und Starkes.


Anbau von Sonnenblumen und Topinambur

Die Tour wurde begleitet von einer weiterer LVF Aktion, dem Anbau von Topinambur Feldern im Reservat. Henry Red Cloud und Wendell Yellow Bull erklärten sich bereit auf ihrem Land diese Diabetes Knolle anzubauen, eine Pflanze aus der der Familie der Sonnenblumen, welche ursprünglich auch in der Prärie zu Hause war. Wie bereits in den vergangenen Jahren, hatte das Reservat wieder unter großer Wasserknappheit zu leiden, wenig Schnee im Winter und somit keine Schneeschmelze. Keine Regenzeit im Frühjahr, welche den Boden ausreichend befeuchtet, um gegen die heissen Sommermonate gewappnet zu sein.

Da auf Wendells Land nicht genügend Wasser vorhanden war, fiel die Ernte äusserst mager aus. Henry Red Clouds Land hingegen befindet sich an einem Creek und somit ist auch der Boden feuchter als in der umliegenden Region. Den Unterschied konnten wir bereits im Juni bemerken. Wendels Pflänzchen wirkten bereits verkümmert und zeigten sich mit höchstens 10 cm über der Erde, während Henrys Topinambur Pflanzen kräftig und gesund fast kniehoch sich uns entgegenreckten. Die Ernte war bei ihm im Herbst gut und er hat sogar genügend Knollen, welche an Lakota Familien im Frühjahr verteilt werden können, die sich ebenfalls für den Anbau in ihren Gärten interssieren.


Kräuterexkursionen in den Badlands und Wild Horse Sanctuary

Neben der Kochtour unternahmen wir mit Richard Sherman einige Kräuterexkursionen, auf der Suche nach neuen, essbaren Wildkräutern und Wildgemüse.Besonders schön ein Ausflug, an dem Antje auch teilnahm, in die Badlands, nahe Cedar Pass Lodge. Wir wanderten in die Steinwüste hinein, und es wurde heisser und heisser, fast wie in einer Sauna. Auch wenn der Himmel leicht bewölkt war, so reflektierte das helle Gestein die Sonnenstrahlen und der Rock meines langen Kleides rutschte höher und höher (Anmerkung: man pflückte früher züchtig und in lang, aber bei der Hitze war mir das irgendwann ziemlich wurscht.)



Immer wieder estaunlich, welch bizarre Formen die Badlands anzubieten haben. Auch die Gesteinsfarben faszinieren mit ihren aussergewöhnlichen Tönen, von sand bis gelb, von rot bis dunkellila.Erstaunlich auch wie sich nach stundenlangem Wandern durch die Steinlandschaft sich plötzlich immer wieder kleine Canyons oder grüne Flecken auftun, voll mit kräftigen und aromatischen Pflanzen , welche darauf warten sowohl im Ernährungs- als auch im Vorsorge- und Heilbereich endgültig wieder eingesetzt zu werden.



Während Antje und Conny sich dem American Horse Sundance widmeten, erkundeten Richard und ich in der 3. Juniwoche unberührte Gegenden südlich von Hot Springs. Wir durchwanderten stundenlang Flussbetten und Canyons und bewunderten rauhe Natur mit einer üppigen Vegetation, vielen bekannten und noch mehr unbekannten Wildkräutern und den Spuren wilder Tiere.

Das Gebiet ist bekannt als Wild Horse Sancturary, einer ursprünglichen Landschaft und Heimat vieler Wildpferde.Wir folgten Spuren und fanden Unterschlupfecken in Felsen, wo die Pferde offensichtlich bei Unwetter Schutz suchen.Wir fanden Gebilde aus Stein, die uns manchmal an der Echtheit zweifeln ließen, ob es sich nicht doch um verzauberte Wesen handeln könnte, die irgendwann zuschnappen oder einfach nur Hi Folks, na wie geht’s denn so? losplappern würden.

Wir bewunderten die Bauweise tausender Schwalbennester die kunstvoll an Canyonwändern angebracht waren.Allerdings sorgten wir zumindest zeitweise für etwas Aufregung bei den Tieren, bis sie bemerkten, dass sich nur zwei Verbündete in ihr Reich eingeschlichen haben ,die staunend wahrnehmen wollen, was andere als das Paradies bezeichnen würden. Und schweigend genossen wir diese Momente und waren dankbar sind für jede Minute, die wir daran teilhaben durften, um für uns im Stillen den Begriff Demut weiter reifen zu lassen.

Solche Exkursionen sind wichtiger Bestandteil innerhalb unserer Diabetesarbeit, da wir besonders in solchen Gegenden noch sehr viel essbare Pflanzen entdecken können.Hier entstand auch der Gedanke, zukünftig Pflanzen zu karitieren und auf Video festzuhalten, um dann neben botanischen Begriffen und ihrer traditionellen Bezeichnung, auch Verwendung und Verarbeitung zeigen und erklären zu können.

Dass sich derartige Exkursionen von üblichen heimatlichen Kräuterspaziergängen nicht nur an der Weite der Landschaft unterscheiden, sondern auch noch an anderen Dingen, zeigt wieder einmal ein Foto, wo wir eine Klapperschlange von nur ca. 1 1/2 m auf ihrer Flucht vor uns mit der Kamera erwischen konnten. Sie hatte nur fünf Rasselringe am rythmischen Schänzchen und erwies sich als Youngster. Als sie aber dann doch eine Kurve drehte und auf mich elegant zuschlängelte, war ich es, die das Weite suchte. Könnte ja sein ,dass die Kleine ihren Papa suchte, und der rasselt nicht nur lauter , sondern hat auch längere Zähne.

Wer die Prärie kennt, weiß, dass das Wetter sehr heimtückisch sein kann. Gewitter können dort ganz schön den Puls hochgehen lassen und vor allen Dingen kommen sie in einem Tempo angaloppiert, dass man die Unwetter hierzulande als blitzende Schlafmützen bezeichnen kann.Besonders hinterfotzig sind dann solche Gewitter, die als Begleiter von Wirbelstürmen auftreten, so geschehen Mitte Juni, als wir gerade vom bereits genannten Powow in Kyle unterwegs nach Hause waren. Während in Manderson lediglich eine sehr weit entfernte schwarze Front zu erkennen war, hatte es uns nur 3 Meilen weiter bei Richard bereits eingeholt und was dann folgte, war ein Sommerblizzard am Nachmittag mit Weltuntergangsstimmung. Wir befanden uns glücklicherweise nur in der Tornadorandzone. Das reichte allerdings, dass ich sofort zu meiner im Keller verschlossenen Flasche Wodka griff, deren Inhalt ich normalerweise nur zum Ansetzen für medizinische Kräutertinkturen benötige.


Begegnung und Kooperation mit Prof. Neil Reese

Durch Richard Sherman lernten wir auch Neil Reese, einem Professor der Universität in Süd Dakota kennen. Er arbeitet mit vielen indianischen Hochschulen zusammen und hatte gleich die wunderbare Idee, doch in allen Lakota Reservation Diabetes Touren durchzuführen. Wir traffen uns mitten in den Badlands, sozusagen gleich um die Ecke herum von Cuny Table.

Ich hatte kurz davor eine Pflanze entdeckt, welche zwar einer von uns vielverwendeten Artemisa Art sehr ähnelte (Silversage Brush), aber bei genauem hinsehen anders aussieht und duftet. Wir konnten bis heute nicht die Pflanze identifizieren. Untersuchungen diesbezüglich laufen.

Mit Neil Reese sind mehrtägite Aktionen zusammen mit Lakota Studenten geplant, u.a. Wildernis Camps im Oak Lake Field Station (Univ. SD), wo indianische Studenten sofort an Ort und Stelle die frischen Kräuter identiizieren und auf ihre Verwendbarkeit im Labor untersuchen können. Praktische Anwendung sollen ebenfalls an Ort und Stelle efolgen, was sich vorrangig auf das Kochen beziehen wird (Diabetes Diät), aber auch Herstellung von Produkten für einfache med. Grundversorgung. Man will versuchen anhand der Ergebnisse den gravierenden Unterschied der Inhaltstoffe von den trad. essbaren Wildpflanzen und Junk Food sichtbar werden zu lassen.


Begleitende Medienpräsenz im Reservat

Joe buchte mehrer Interviews bei KILI Radio, wo ich teilweise bis zu einer vollen Stunde Sendezeit bekam. Joe übersetzte auf Lakota und es war erstaunlich, welch positive Resonanz erzeugt wurde. Darüber hinaus organisierte er einen Pressetermin bei der Tageszeitung Rapid City Journal. Der zweiseitiger Bericht Diabetes returns to Root mit Farbbildern erschien Mitte Juli an und sorgte für ein überschwengliches Echo bis hinein in andere Lakota Reservationen. So bekundete u.a. der ehemalige Stammespräsident des Cheyenne River Reservats Bob Chasing Hawk sein Interesse. Der bekannte Lakota Künstler Daryl No Heart schrieb: Great news!! Finally the knowledge of what was used by our ancestors is being focused on. Er und seine Frau betreiben u.a. auch eine kleine Werbeagentur mit Druckerei in Rapid City. Ob Informationsbroschüren oder Werbebanner für Veranstaltungen, er war bereit, auf diese Weise seinem Volk zu helfen. Was ursprünglich als kleine Kochtour geplant war, entpuppte sich als Revolution mit dem Kochlöffel.


Hundeentsorgung in den Badlands

Kurz vor unserer Abreise machten Richard, Antje, Conny und ich einen abendlichen Kurztrip zum Sheep Mountain, einem spirituellen Ort in den Badlands ausserhalb des Reservats.Was als Entspannung nach einem arbeitsreichen Tag gedacht war, entpuppte sich als Horror. Wir stöberterten eine Hundefängerbande auf, welche versuchte Dutzende von kleinen Hunden über die Badland Klippen zu entsorgen. Da wir den Übeltätern offensichtlich in die Quere kamen warfen sie mehr als 30 Hunde aus den Autos u.a. 5 bereits erschossene Hunde, unter deren aufgedunsenen Körpern zwei Welpen Schutz suchten. Wir informierten sofort Rapid City Journal, sowie die für das Gebiet zuständigen Rangers. Der eingeschaltete Tierschutzverein aus Rapid City konnte durch diese Aktion fast 20 Hunde (auch die Welpen) retten. Nach Meinung der Experten handelte es wahrscheinlich um Hunde aus einem Versuchslabor.


PR Aktionen in Deutschland:

Auch 2004 initierte die LVF Vorsitzende C. Voormann diverse PR und Medienaktivitäten u.a um auf die Problematik der Native Americans in U.S.A. aufmerksam zu machen u.a.:

  • diverse TV Präsentationen bei HSE 24
  • 2 Stundensendung von SWF 3 mit Christina Voormann am 15. Juli.
  • 30 minütiger Zusammenschnitt des Interviews wird seitdem regelmäßig auf SWF 3 Leute
  • Sonderveranstaltung des Verbandes der deutschen Zigarettenindustrie in Berlin mit Klaus Voormann und Frank Laufenberg anlässlich der Buchbesprechung von Warum spielst Du Imagine nicht
    auf dem weissen Klavier, John
    (Biographie von K. Voormann. K. Voormann stiftete sein Honorar Euro 2000,-- dem LVF. Am Abend konnten zusätzlich für LVF 2 500,-- gesammelt werden.



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