LAKOTA VILLAGE PROJECT 2002 AMERICAN HORSE KULTURZENTRUM

>> Mein Volk und seine Kultur ist fast verschwunden. Bald wird es uns nicht mehr geben und man kann über die Sioux nur noch in Geschichtsbüchern nachlesen. Die Weißen haben uns unser Land genommen, unsere Lebensgrundlage und unsere Identität. Sie haben unsere Kinder gewaltsam von uns weggenommen, ihnen die Haare abgeschnitten und wenn sie ihre eigene Sprache gesprochen haben, die Sprache der Lakota, dann hat man sie verprügelt und mit Seifenlauge den Mund ausgewaschen.


Mein Volk darf nicht sterben. Es ist ein stolzes und mutiges Volk, daß den Großen Geist ehrt und Mutter Erde liebt. Es gibt nur mehr noch wenige Alte in diesem Reservat, welche die Tradition der Lakota noch kennen, sie leben und imstande sind, den jungen Lakota Teile davon zu lehren. Wir brauchen einen Ort, wo unsere Ältesten den Jungen die Tradition wieder weiter vermitteln können. Die Zeit drängt, es gibt nur mehr noch wenige von den Alten. Wenn einer unserer Ältesten stirbt, dann ist es, als ob man eine ganze Bibliothek verbrennen würde . Wir brauchen ein Kulturgut Zentrum, das unsere Tradition wieder aufleben und somit unsere Identität wiederfinden läßt.<<


Chief Joe American Horse, Oglala Lakota,

Ex-Stammespräsident,

Enkel des legendären Lakotahäuptlings American Horse


Durchführung:


Geplant ist der Bau eines Kulturzentrums in Holzrahmenbauweise auf dem alten Land des legendären Lakota Häuptlings American Horse am gleichnamigen Fluß in der Nähe von Kyle im Pine Ridge Reservat. Das Gebäude soll auf den Fundamentsresten des Blockhauses errichtet werden, in welchem Chief Amerikan Horse den Rest seines Lebens zusammen mit seiner Familie verbrachte. Sein Enkel Joe American Horse und dessen vier Brüder Dave, Vernon, Scott und Emmet wollen nach Fertigstellung des Kulturzentrums die sterblichen Überreste von Chief American Horse wieder auf das alte Land zurückbringen.


Das Zentrum dient als Lehr- und Vermittlungsstätte für Lakota Kultur und Tradition. Im Anschluß ist der Bau von weiteren drei Häusern mit kleiner Gartenanlage geplant, um die Rückbesiedelung der American Horse Nachkommen zu ermöglichen.


Haus 1: Kulturzentrum, 186 qm, Lehrräume, Büro, Küche, Dusche, WC

Haus 2: Privatunterkunft für 6 - 8 Personen, ca 70 qm,

Haus 3: Privatunterkunft für 6 - 8 Personen, ca 70 qm, Haus 4: 41 qm, Werkstätten


Zur Verwendung kommt eine einfache aber stabile Holzbaukonstruktion welche von Hans Fritz für den Bau von Flüchtlingslagern im Kosovo entwickelt wurde (siehe Fotos rechts).

Hans Fritz hat Land- und Forstwirtschaft studiert und betreib einen großen Bio Bauernhof im Chiemgau.


Er hat ein Unternehmen für mobile Sägewerke und arbeitet u.a. zusammen mit C.A.R.M.E.N. ( Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing u. Entwicklungs-Netzwerk, Bayer. Staatsministerium für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten).


Er ist Ausbilder und Seminarleiter für Holzständerbauweisen. Unter seiner Leitung wird das American Horse Projekt im Pine Ridge Reservat von den Lakota selbst erstellt werden.


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