LAKOTA-VILLAGE-TRAININGSCAMP MIT FOX MAPLE SCHOOL


Träume haben wir alle. Zum Beispiel die Sioux-Indianer, oder Lakota wie sich selbst bezeichnen, träumen von Akzeptanz ihrer Rasse, Kultur und Tradition. Sie träumen von einem Leben unter menschenwürdigen Bedingungen, ungefähr so, wie der Künstler Klaus Voormann sich die indianische Vision einer >>Selfsufficient Community<< vorgestellt und gezeichnet hat. ( IMAGE: ZEICHUNG) Ein Traum, der für die indigene Bevölkerung des reichsten Landes dieser Erde bis heute nicht verwirklicht werden konnte.

Das Image des stolzen und edlen Oglala-Lakota wie wir es aus dem Film >>Der mit dem Wolf tanzt<< kennen, hat wenig mit dem gegenwärtigen Alltag eines um das Überleben kämpfenden Volkes zu tun.

Die Wirbelsturm-Katastrophe im Juni 1999 war Anlaß ein lang geplantes Selbsthilfe-Projekt im zweitgrößten Indianerreservat ( ca. 11.000 qkm) und ärmsten Gebiet der U.S.A., der Pine Ridge Reservation in Süddakota, zu verwirklichen. Ziel des, für diesen Zweck gegründeten mildtätigen Vereins >>Lakota Fund<< ist :JOB CREATION & HOUSING .

Die Schaffung von Arbeitsplätzen ( 88% Arbeitslosigkeit) gäbe den Indianern die Chance, aktiv und mit eigener Kraft gegen das erschütternde Reservatselend vorzugehen und vor allen Dingen das gravierende Alkoholikerproblem besser in den Griff zu bekommen, von dem jede Familie betroffen ist ( Alkoholikerrate ca. 80%!!). Mit dem Slogan >>Aim for Sobriety<< ( Ziel oder Weg zur Nüchternheit) wird im Reservat auf das Lakota-Village-Projekt aufmerksam gemacht.

In Kooperation mit der renommierten amerikanischen Schule >>FOX MAPLE SCHOOL OF TRADITIONAL BUILDING<< will Lakota Fund e.v. Trainingscamps und Workshops organisieren, um den Lakota Kenntnisse im Bau verschiedener Hauskonstruktionen zu ermöglichen. Getestet und gelehrt werden Techniken für TIMBER FRAME, COBHOUSE, CLAYBUILDING.

Auf einem von Spendengeldern des Lakota Fund finanizerten Grundstücks nahe des Berges Slim Butte, soll ein Pilotdorf entstehen unter Verwendung von Holz, Sand, Erde, Steine, Lehm und Hanf. Hierbei handelt es sich um eine reine und robuste Nutzhanf-Pflanze, welche von deutschen Jesuiten vor mehr als 100 Jahren auf das Reservat gebracht worden ist. Abgesehen von dem vielseitigen Verwendungszweck dieser Pflanze, wird die Hanfnutzung von der indigenen Bevölkerung des Pine Ridge Reservats als ein Zeichen ihrer Souveränität gesehen.

Die Rechte einer eigenständigen Nation wurden den Lakota-Indianern zwar in den relevanten Verträgen von >>weißer<< Regierungsseite zugesichert, aber bis zum heutigen Tage immer noch nicht wirklich zugestanden.

Die bei diesem Testprojekt gebauten Häuser dienen als Unterkunft für Lakota-Familien , sowie Mustermodelle, welche in einer ebenfalls geplanten Fabrik produziert werden sollen. Neben Eigenbedarfsdeckung besteht die Möglichkeit, Bauaufträge geplanter Hausprogramme der Stammesregierung, als auch anderer Organisationen durchzuführen.

Diese Hilfe-zur-Selbsthilfe-Aktion wird von einem professionellen, deutschen Filmteam gefilmt und u.a. für eine ausführliche Fersehdokumentation verwendet. Sendeplätze stehen bereits dafür fest.

Die geplanten Workshop-Aktionen dienen nicht nur dem Bau eines Pilotdorfes, sondern auch als Ausbildungsmöglichkeit, um den Lakota notwendige Kenntnisse zu vermitteln, damit die Beteiligten für sich und andere Bewohner schnell und kostengünstig Unterkünfte innerhalb der Reservation errichten können.
Wir hoffen sehr, diese Aktion vor Winter durchführen zu können. Die kalte Jahreszeit ist hart und lang und fordert jedes Jahr ihre Todesopfer unter der indianischen Bevölkerung aufgrund unzureichender Unterkünfte.

Die Not der Lakota ist groß, so daß es vor Ort keine Schwierigkeit ist, für das Projekt ausreichend Helfer zu finden, die bereit sind, gegen Ausbildung und vernünftiger Ernährung während des Workshops für den notwendigen Zeitraum zur Verfügung zu stehen. Die Beteiligten des Trainingscamps werden von unseren Lakota-Partnern der Slim Butte Community ausgesucht. Dabei wird man sich nicht nur auf Personen innerhalb der eigenen Community beschränken, sondern auch aktive Lakota aus anderen Regionen des Reservats dazu einladen. Vonseiten der indigenen Bevölkerung wird eine derartige Aktion als großer Schritt zur Vision der >>Selfsuffciency<< gesehen.
Das erste Lakota-Village-Projekt soll mit Familien der >>Slim Butte Community<< verwirklicht werden. Dabei handelt es sich um langjährige Aktivisten und direkte Nachkommen der legendären Häuptlinge >>Red Cloud<<, >>American Horse<< und >>George Sword<<.
Geplant ist der Bau eines kleinen Dorfes, einer Fabrik zur Erstellung von Hanfprodukten, einer Windenergie-Farm, sowie einer Gartenanlage. Der erste Schritt wurde vor zwei Monaten getan, indem Lakota Fund e.V. den notwendigen Kauf von 40 Acre Land ermöglichten, auf dem dieses bislang einmalige Hilfe-zur-Selbsthilfe-Modell erstellt werden soll.
Die Verwirklichung dieser Aktionen könnten Apathie und Resignation im Reservat durchbrechen und die Lakota zur notwendigen Eigeninitiative ermutigen.
Um das Projekt durchführen zu können benötigen wir dringend Geldmittel in Gesamthöhe von DM 190.000,--
Verwendungszweck dieser Summe ist:

1. Zeltcamp mit Küche und Ausstattung
2. Unterkünfte und Verköstigung aller Beteiligten während der gesamten Ausbildungsphasen ( Basisworkshop im September ca. 20 Personen, Hauptworkshop Frühjahr 2001 ca. 80 Personen)
3. Baubedarf, Baumaterial für mindestens drei Häuser, Transportmittel, Material, Equipment
4. Reisekosten, 2 Mietrailer für 6 Personen ( Projektleitung)
5. Anteil an Projektentwicklungskosten, Workshop-Gebühren
Zusätzlich werden Sachspenden benötigt: Schlafsäcke, Geschirr, Medikamente, Decken.

Wir wissen der vielen Spendengesuche, welche mit Sicherheit auch Ihren Schreibtisch oder Briefkasten überfluten: Kosovo, Flutopfer in Mosambique, Dürrekatastrophe in Äthopien. Neben all den vielen Spendenaufrufen ist es schwer verständlich daß die indigene Bevölkerung im reichsten Land der Erde auch noch unsere Hilfe benötigt. Aber es ist so!

Wir bitten Sie den Überlebenskampf der Lakota-Indianer zu unterstützen mit einer Geldspendeauf unser Konto:

Lakota Fund, Raiffeisenbank München, BLZ 701 603 00, Ktnr. 847 410
Als Gegenleistung können wir nur (neben der üblichen Spendenquittung) die Dankbarkeit der Indianer und Nennung in der geplanten TV-Dokumentation

PS: Der Verein Lakota Fund wird die Verwendung der Gelder sorgfältig überwachen und in einem, für alle Sponsoren einsehbaren Jahresreport festhalten. Vereinsmitglieder werden zusammen mit amerikanischen und deutschen Experten vor Ort das Projekt in Zusammenarbeit mit den Lakota betreuen. Die Entwicklung wird in Form eines Jahresreports dokumentiert.


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